Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums konnten im Rahmen des Projekts coolMINT an der Universität Paderborn Versuche zur Radioaktivität durchführen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Strahlungsintensität am Beispiel eines in unserer Umwelt vorkommenden radioaktiven Strahlers gemessen und die Wirksamkeit unterschiedlicher Schutzmaßnahmen in praktischen Versuchsreihen überprüft. An der Universität wurden dabei durch die Schülerinnen und Schüler experimentell Daten zur Darstellung Bestimmung der Halbwertszeit eines Radonnuklids gewonnen. Die Experimente zum Strahlenschutz beschäftigten sich mit der Abnahme der Strahlungsintensität in Abhängigkeit vom Abstand von der Quelle bzw. der Dicke einer Abschirmung durch verschiedene Materialien. Die gewonnen Daten werden im Physikunterricht sowohl qualitativ als auch quantitativ unter Berücksichtigung der mathematischen Grundlagen ausgewertet. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler durch die Veranschaulichung der jeweiligen exponentiellen Abklingvorgänge durch ein Würfelexperiment. Die Gefahren, die durch unsachgemäßen Umgang mit Radioaktivität entstehen können, sind nicht zuletzt durch die Reaktorunfälle in Tschernobyl und Fukushima in den Fokus gelangt.  Interessierte Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei, dass eine pauschale Antwort nicht möglich ist. Es kommt auf die Art der Strahlung und die jeweilige Strahlendosis an. In dem Versuch lag die Dosis weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Ein kleines Experiment dazu hat die letzten Bedenken der Schülerinnen und Schüler vollständig beseitigt. Der Fachbereiche Physik des Ludwig-Erhard-Berufskollegs und der Universität Paderborn hatten nach dem erfolgreich verlaufenen Pilotversuch im letzten Schuljahr beschlossen, diese Zusammenarbeit jährlich durchführen. Das Ludwig-Erhard-Berufskolleg bedankt sich bei der Universität Paderborn für die tatkräftige und kompetente Unterstützung. 

 

2016 10 18 wurfel