Unsere  Reise beginnt… Im Rahmen des Erasmus+ Projekts reisten wir – Anna und Laura – vom 29.04-26.05.2018 gemeinsam nach Frankreich, LE FAOU.

 

2018 06 17 Erfahrungsbericht Austausch

Um 8 Uhr morgens ging es nach Düsseldorf zum Flughafen. Zwei deutsche Freundinnen, 4 Wochen in der Bretagne, Frankreich. Wir haben uns  total gefreut, diese Reise anzutreten und waren sehr gespannt, was uns dort erwarten würde. Wir wissen noch, wie das Gefühl war, als wir unsere Familien verabschiedeten und plötzlich auf uns alleine gestellt waren. 

Anna hatte einen kleinen Vorteil, sie kannte ihre Austauschschülerin, Emilie, schon persönlich. Sie hatten sich während der Erasmusaustauschwoche in Norwegen kennengelernt und waren dort zusammen in einer norwegischen Gastfamilie. Dort verstanden sich die beiden bereits sehr gut. 

Als wir nach einer langen Anreise endlich in Brest ankamen, wurden wir sehr herzlich von Emilie und Laugan, Lauras Austauschschülerin, empfangen. In Le Faou, der wunderschöne Ort in dem die beiden wohnen, lernten wir unsere Gastfamilien kennen. Wir wurden total nett empfangen und fühlten uns beide sofort wohl. Es war schön, Laugan und ihre Familie jeden Tag ein bisschen besser kennenzulernen. Sie waren sehr herzlich und zuvorkommend.

Die nächsten zwei Wochen waren sehr aufregend. Da wir zur Ferienzeit in Frankreich waren, fuhren wir gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes mit unseren Gasteltern nach Beg Meil in den Urlaub und eine Woche später zu den Großeltern von Emilie nach Carnac und Nantes, wo wir mit den Gastfamilien eine tolle Zeit hatten: das erste Mal im Atlantik schwimmen, Surfen sowie Schnecken und ,,Spider Crabs“ essen, das hat schon einiges an Überwindung gekostet. Die Familien intergierten uns und versuchten viel mit uns auf Französisch und Englisch zu kommunizieren. Es freute uns, dass sie so aufmerksam und neugierig waren, sie fragten viel über die deutsche Kultur, die Schule, den Alltag und unsere Familien.

Nach zwei spannenden Wochen hieß es nun endlich in Frankreich zur Schule zu gehen. Wir wollten es gar nicht glauben, dass die Schüler in Châteaulinvon 8:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Unterricht sind, dann noch teilweise weite Wege nach Hause haben und abends noch Hausaufgaben machen müssen, da bleibt nicht viel Zeit für Freizeit. Da gefällt uns das deutsche Schulsystem doch deutlich besser. Wir haben zwar weniger Ferien, dafür aber am Nachmittag mehr Zeit für Hobbies und Freunde. Es war ein sehr langer Tag, aber da wir unseren Unterrichtsstoff für die Fächer in Deutschland in der Bibliothek, der Cité-Scolaire nachholten, konnten wir die Zeit sinnvoll nutzen. Wir nahmen aktiv am Englisch-, Spanisch, Französisch- und Deutschunterricht teil. In den übrigen Stunden lernten wir dann für unsere Fächer in Deutschland. Die Klasse nahm uns herzlich auf. Die französischen Lehrer waren sehr nett, wir hätten uns aber gewünscht etwas mehr in den Unterricht integriert zu werden. 

Nach der Schule, haben wir gemeinsam mit der Familie gekocht und gegessen, haben zusammen Sport gemacht und an einem Feiertag war Anna sogar dabei, als sie den Honig aus den eigenen Bienenstöcken gesammelt und ,, weiter verarbeitet“ haben. 

Natürlich hat ein Austausch nicht nur positive Seiten. Viele neue Eindrücke und die Sprache fordern einem ganz schön etwas ab. Gespräche mit unseren Familien in Deutschland und Freunden vor Ort haben uns dann aber wieder aufgemuntert. Aber solche Erfahrungen gehören dazu und wir denken, dass man dadurch in seiner Persönlichkeit gestärkt wird und es einem im weiteren Leben weiterhilft. 

Wir haben von diesem aufregenden Austausch sehr profitiert. Neue Freunde und Kulturen kennengelernt, die Sprachen aufgebessert, täglich ein 4-5 Gänge Dinner genossen, neue Städte und noch vieles mehr kennengelernt und vor allem uns selbst. Wir lernten unabhängiger und offener zu werden. Der Blick in einen anderen Schultag und Alltag einer anderen Kultur zeigten uns, einige Dinge mehr zu schätzen oder zu sehen, was man verbessern könnte. 

Wir sind extrem glücklich darüber, dass wir diese Reise antreten konnten und so viele tolle Erfahrungen sammeln durften, die uns immer begleiten werden. Außerdem sind wir sehr dankbar, so eine Möglichkeit von der Schule bekommen zu haben, genauso wie die tolle Unterstützung von unseren Mitschülern und Lehrern.

Wir würden es jedem empfehlen, der so eine Chance bekommt, an einem Austausch teilzunehmen. Aus solchen Erfahrungen kann man nur lernen, profitieren und sich extrem glücklich schätzen!

Dankeschön, für diese vielen Erfahrungen und diese tolle Möglichkeit!!!   Anna und Laura

 

 

 

 

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist sieht nur eine Seite davon“ 
(Augustinus Aurelius)

Ein Erfahrungsbericht von Anna Dunschen und Laura Nowak, WG1b