Schülerinnen und Schüler sind heutzutage oftmals großen psychosozialen Belastungen ausgesetzt. Untersuchungen gehen davon aus, dass der Anteil in diesem Bereich bei ca. 10 % liegt. Zwar können die Schülerinnen und Schüler durch die seit 2010 verankerte Schulsozialarbeit und die Beratungsteams an den Schulen zeitnah Unterstützungsangebote erhalten, die Probleme der Jugendlichen sind allerdings häufig so geartet, dass eine bisher fehlende leicht zugängliche schulpsychologische Unterstützung vor Ort notwendig wird. Ohne diese fallen immer wieder Schülerinnen und Schüler sowohl aus dem Unterstützungs- als auch aus dem Schulsystem heraus. Um dem entgegen zu wirken, ist am Berufskollegzentrum Maspernplatz in Paderborn im Februar 2018 das von der Bezirksregierung Detmold und dem Schulministerium unterstützte Modellprojekt PePSUN (Präventives psychosoziales Unterstützungsnetzwerk) gestartet.

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Die Schulpsychologin Bettina Klaßen-Leitloff hat 2018 im Berufskollegzentrum Maspernplatz ihre Arbeit für das auf 4 Jahre angesetzte Projekt aufgenommen. Sie ist direkt vor Ort niederschwellig für Schülerinnen und Schüler aber auch für Lehrerinnen und Lehrer erreichbar und arbeitet innerhalb des bereits vorhandenen Netzwerkes aus Klassen- und Beratungslehrern, Sozialarbeitern und Mitarbeiter der Schulberatungsstelle. Dieses Netzwerk arbeitet auch mit Jugendämtern, Beratungsstellen, LWL-Kliniken, sozialen Einrichtungen wie bspw. der Caritas und INVIA zusammen. Zusätzlich soll die Arbeit der Beteiligten untereinander innerhalb des Projektes intensiviert und ausgebaut werden. Der Erfolg des Projektes wird von der Universität Paderborn finanziert durch die Reinhard Mohn Stiftung und die Unfallkasse NRW untersucht.

Im Rahmen der Projektarbeit trafen sich alle Beteiligten sowie Vertreter der Krankenkassen am Berufskollegzentrum Maspernplatz um sich über den aktuellen Stand des Projektes und der Evaluation auszutauschen.