Erfahrungsbericht 1

Erfahrungsbericht 2

Erfahrungsbericht 3

Leitaktion 2:
(Projektkoordinatoren: Nicole Broer, Jasmin Amura)

Erasmus+-Projekt: „FACE - the Faces and Challenges of Europe

Europa hautnah erleben, andere Kulturen verstehen, Englisch in Alltagssituationen anwenden: Im Projekt „FACE – The Faces and Challenges of Europe“ lernen Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Facetten Europas kennen.

Seit dem 1. September 2015 ist das Ludwig-Erhard-Berufskolleg Teil einer
Erasmus+ -Gemeinschaft. In Zusammenarbeit mit jeweils einer Partnerschule aus Norwegen, Frankreich und der Türkei beschäftigt sich die Europaklasse des Wirtschaftsgymnasiums des Ludwig-Erhard-Berufskollegs im Rahmen vielfältiger Themen mit den verschiedenen Facetten Europas. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler innerhalb der drei Jahre, in denen die Kooperation besteht, u.a. die verschiedenen Schulsysteme in Europa, die Sitten und Gebräuche, die Wirtschaft vor Ort oder den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit in den einzelnen Ländern erarbeiten, miteinander vergleichen und gemeinsam auswerten.

Im Kurs „Europa“ bereiten die SuS die Themen in Form von Videos oder PPT-Präsentationen auf und präsentieren diese innerhalb der Austauschwochen im jeweiligen Gastland. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden anschließend auf einer eigenen Website veröffentlicht. (www.facesofeu.com)

Bis zum 31. August 2018 besuchen sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig im Rahmen der transnationalen Wochen. Insgesamt finden in den drei Jahren sechs Reisen je Land statt, an der jeweils eine Gruppe der Schülerinnen und Schüler des Europakurses teilnehmen, so dass ein direkter interkultureller Austausch ermöglicht wird.

Neben den Projekttreffen in den einzelnen Ländern haben die Teilnehmer der Europaklasse außerdem die Möglichkeit für eine Zeit von maximal drei Monaten als Gastschüler am Schulunterricht einer Partnerschule teilzunehmen oder in einem dort ansässigen Unternehmen ein Praktikum zu absolvieren.

Für die SuS ist die Teilnahme an diesem Projekt eine große Bereicherung. Sie besuchen nicht nur andere europäische Länder, sie lernen auch andere Kulturen und das Leben in einer Gastfamilie kennen. Europa wird für die SuS ein Stück erlebbarer, indem sie sich den Projektpartnern annähern und über die Grenzen hinweg international zusammenarbeiten. So kann Internationalität, Pluralität und Offenheit im Schulalltag spürbar gemacht werden und bei den SuS zu der Erkenntnis führen, dass das, was uns verbindet, viel stärker ist als alles, was uns trennt.

(Autorinnen: Nicole Broer, Jasmin Amura)

Leitaktion 1: Allgemeines (Projektkoordinatorin: Britta Kallius)

Erasmus+ benennt unterschiedliche Leitaktionen – so bietet die Leitaktion 1 Schulen und vorschulischen Einrichtungen ein strategisches Instrument für die Weiterentwicklung und Internationalisierung der eigenen Einrichtung. Innerhalb eines der Schule genehmigten Projektes innerhalb der Leitaktion 1 können Fortbildungen gefördert werden, in denen einzelne Bausteine für mehrere Personen kombiniert werden (Dauer zwischen 2 und 60 Tagen):

-       Job Shadowing oder Hospitation bei einer anderen Schule bzw. vorschulischen Einrichtung oder an einer für die Schulbildung relevanten Einrichtung in einem Programmstaat

-       Fortbildung von Lehrkräften oder pädagogischem Personal in einem Programmstaat durch Teilnahme an einem strukturierten Kurs oder an einer europäischen Konferenz (keine Teilnahme an Messen)

-       Unterrichtstätigkeit : Entsenden einer Lehrkraft an eine Schule oder vorschulische Einrichtung in einem Programmstaat, um dort zu unterrichten.

Die Maßnahmen können in den folgenden Staaten stattfinden (außer Deutschland): die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Norwegen, Lichtenstein), die Türkei sowie die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

 

Das LEBK musste bei der Antragsstellung begründet darlegen, weshalb die Schule sich um die Teilnahme an der Maßnahme der Leitaktion1 bewirbt. In Absprache mit der Schulleitung wurde u.a. formuliert:

„Das LUDWIG-ERHARD Berufskolleg hat sich die Internationalisierung der Schule zum Ziel gesetzt und sich der Unterstützung seiner Schülerinnen und Schüler bei der Erlangung vielfältiger Europakompetenzen verschrieben. Es ist daher unser Interesse, langfristige Strategien zur Förderung der europäischen Mobilität aller am Schulleben Beteiligten zu entwickeln und damit gleichzeitig die interkulturelle Handlungsfähigkeit zu erweitern und die Internationalisierung unserer Schule auszubauen sowie langfristig und nachhaltig den europäischen Gedanken an unserer Schule zu verstärken. Im Verlauf seiner Durchführung sollen die beteiligten Lehrkräfte dabei unterstützt werden, eigene Europakompetenzen zu erwerben bzw. bereits vorhandene auszubauen, um so dazu beizutragen, dass die zukünftige Europaarbeit des LUDWIG-ERHARD Berufskollegs von einer steigenden Zahl von Lehrkräften über alle Bildungsgänge getragen wird und fächerübergreifend erfolgen kann“. …

 

„Durch Aktionen wie die Teilnahme an workshops, job shadowing, das Hospitieren evtl. auch Unterrichten an Partnerschulen sowie die Teilnahme an internationalen Kontaktseminaren erhalten die zu beteiligenden Lehrkräfte Unterstützung bei der Entwicklung und dem Ausbau ihrer eigenen internationalen Kompetenzen. Darüber hinaus bauen sie das bereits vorhandene schuleigene Netzwerk internationaler Kontakte weiter aus und lassen nicht nur ihre Erfahrungen in ihre eigene Arbeit bezüglich der Internationalisierung der Schule einfließen, sondern unterstützen durch die anschließende Dissemination auch die Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen Bildungsgänge. Neue Lehrkräfte werden für die zunehmende Wichtigkeit der internationalen Arbeit am Berufskolleg sensibilisiert und die Anerkennung internationaler Projekte in den Fachbereichen wird erhöht“. (Auszug aus der Antragsstellung/Seite22 – der Gesamtantrag umfasst 31 Seiten)

 

Nach Genehmigung des Antrags können 13 Lehrkräfte des LEBK am Projekt Schule auf dem Weg nach Europa teilnehmen. Geplant und teilweise bereits durchgeführt sind Hospitationen bzw. Job-Shadowing an der tschechischen Partnerschule und an Partnerschulen in Schweden sowie Fortbildungskurse zur Verbesserung von Fremdsprachen- sowie von Methoden- und Didaktik-kenntnissen in Polen, England, Irland und auf Malta.

Autoren: Britta Kallius / Ursula Wortmann

EU flag-Erasmus plus min GroesseErasmus + Allgemein


ERASMUS+
ist ein Förderprogramm der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Es ist mit einem Budget von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Insgesamt sollen rund 4 Millionen Menschen in Europa davon profitieren. Das Programm ist auf 7 Jahre ausgelegt und läuft bis 2020. (siehe auch: www.erasmusplus.de)

 

Erasmus+ ist in folgende Bildungsbereiche unterteilt: Hochschulbildung, Schulbildung, Erwachsenenbildung, Jugend in Aktion und Sport.

Durch dieses Programm sollen die
Schlüsselkompetenzen und Fertigkeiten verbessert, die Qualität in den Bildungsbereichen gestärkt, und die internationale Dimension gefördert werden.

Im Bereich der Schulbildung werden folgende Ziele in den Blickpunkt genommen:

  • Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität;
  • Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung;
  • Förderung der Gerechtigkeit, des sozialen Zusammenhalts und des aktiven Bürgersinns;
  • Bildungsbenachteiligung sollte durch ein hochwertiges Bildungsangebot für Kleinkinder und durch die Förderung der integrativen Schulbildung angegangen werden;
  • Förderung von Innovation und Kreativität einschließlich unternehmerischen Denkens – auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung.

Die Realisierung dieser Ziele soll durch die Teilnahme an drei unterschiedlichen Leitaktionen erreicht werden. Dazu gehören Mobilitätsprojekte für Schulpersonal (Leitaktion 1), Strategische Partnerschaften im Schulbereich (Leitaktion 2) und die Unterstützung politischer Reformen (Leitaktion 3) Das LEBK nimmt an den Leitaktionen 1 und 2 teil.